1000 Fragen an mich Selbst – Teil 1 – Wer bin ich heute?!

Johanna aus Hamburg vom Blog Pinkepank ist bald Dreifach-Mama und hat für dieses Jahr eine Idee: Sie geht auf die Suche nach sich selber mit 1000 Fragen aus einem Heftchen, was einmal dem Magazin Flow beilag. Jede Woche nimmt sie sich 20 Fragen vor und beantwortet sie ehrlich für sich und für uns. Viele Bloggerinnen greifen diese Aktion auf, auch ich.

Warum ich mit dabei bin?!

Als erstes entdeckte ich die Aktion auf einem anderen Blog, den Oh-Wunderbar von Janina, dann auf dem von der Glucke. Beides wunderbare Mamas, denen ich schon länger folge, und die beide in ihrer Unterschiedlichkeit wirklich einzigartig sind.

Selbstfürsorge und Selbstachtung sind bei mir zudem für 2018 ein wichtiges Thema. Wie schnell kann es bei fünf Kids, der Freiberuflichkeit und allem Drum und Dran doch passieren, dass ich nicht auf mich selber achte?! Dass ich mich vergesse. Dabei wäre das fatal, denn nur, wenn ich selber weiß, wer ich bin, wohin ich will, welchen Weg ich gehen will mit meiner Familie und mich achte, so wie ich bin, kann ich eben für diese da sein und in meinem Job gut und authentisch bleiben. Dazu gehört auch ein Hinterfragen von sich selber, immer mal wieder.

Vor einigen Tagen ist meine Nichte übrigens 18 geworden. Vor genau 18 Jahren war ich auch 18. Ich weiß, dass ich bei weitem nicht mehr die bin, die ich vor 18 Jahren war. Damals stand kurz vorm Abi, alles war offen, alles war verwirrend, vieles neu und unbekannt. Ich hatte mir die Haare rot gefärbt und stürzte mich ins Leben.

Ins Leben stürze ich mich jetzt auch, aber anders. Ganz anders, ich habe viel gelernt, viel erlebt, viel verändert. Wie ich mich verändert habe, ist eine Sache, der ich nachgehen möchte.
Zudem beginnt für mich gerade die Zeit der letzten ersten Male. Ich war 2017 zum letzten Mal schwanger, habe ein Baby in mich heran wachsen lassen. Ich stille gerade das letzte Mal…

Die Fragen am Donnerstag einer jeden Woche zu beantworten, wird eine Herausforderung, weil es mitunter sehr persönliche Fragen sind. Schauen wir mal, was das wird. Ich bin gespannt auf das Projekt!

Wer bin ich: Die Eckdaten

Zunächst einmal eine kleine Zusammenfassung, wer ich denn in meinen Augen bin, quasi die nackten Fakten! 😉

Ich bin Anja, hier als Luna Sonne unterwegs. Ich bin 36 Jahre. Ich bin seit 2011 freiberufliche Journalistin und Texterin. Ich bin seit 2005 mit einem wundervollen Mann verheiratet und seit 2006 Mama von mittlerweile fünf Kindern (drei Jungs, zwei Mädchen). Ich bin katholisch und engagiere mich in unserer Gemeinde. Ich blogge schon etwas länger, aber nie so regelmäßig wie seit Ende 2016 mit diesem Blog.

wer bin ich selbstfuersorge

Das war ich im Sommer 2017, Foto: Ramona Czygan.

1000 Fragen an dich selbst – #1

Und nun geht es los! Hier kommen die ersten 20 Fragen und meine Antworten!

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?

Eben vor einer Minute: Da habe ich mir zum ersten Mal ein Video der Lochis angeschaut, weil mein Mittlerer es mir unbedingt zeigen wollte. Es ist ein kleines erstes Mal, ich weiß. Aber es ist ein bewusstes. Große erste Male liegen wirklich weit zurück…

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Schwierig zu beantworten…Ich habe einige Freunde, die mir sehr nahe sind, mit denen ich mich auch sehr gut verstehe. Sonst wären sie ja nicht meine Freunde. 😉 Auf alle Fälle verstehe ich mich sehr gut mit meinem Mann. Er ist mein bester Freund!

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?

Grübeln, manchmal, oft, grübel ich noch viel zu viel…Ich überlege, wie ich etwas besser, anders machen kann, warum meine Kinder so sind, wie sie sind anstatt das Jetzt zu genießen und einfach mal zu machen. Das ist manchmal schwierig.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Über die von meinen großen Söhnen. Besonders der neunjährige weiß so einige gute, die mich so richtig loslachen lassen.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Ehrlich?! Ja, ich weine nicht gerne im Beisein von anderen. Einzige Ausnahme: Mein Mann. Bei ihm darf und kann ich es und lass es zu, wenn mich etwas so bedrückt, dass ich weinen muss. Aber vor anderen, auch vor meinen Kindern: Lieber nicht. Ich denke immer, das macht mich angreifbar und das will ich nicht. Zudem sind manche Gefühle eben sehr intim und privat. Wenn ich aus Trauer oder Wut weine, dann eben nicht vor anderen, weil es meine Trauer und meine Wut sind.

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Das ist unterschiedlich. Mal gibt es Müsli, mal ein Brot mit Marmelade, mal Cornflakes. Aber immer einen Kaffee mit Milch und Zucker!

lieblingsmomente am sonntag kaffee mit herz

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meinem Rabaukensohn, der ihn gleich wieder wegwischte mit dem Wort „Bäh“. Das ist eben so bei zweijährigen. 😉

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?

Im Aussehen haben wir uns mit den Jahren angenähert, nur dass sie früher blond war und ich rot: Jetzt ist sie grau und ich bin dunkel und werde auch grau. Ich will zudem immer alles alleine machen und das möglichst perfekt. Dabei ist perfekt oft zu viel. Daran muss ich arbeiten…

9. Was machst du morgens als erstes?

Ins Bad schlurfen und Zähne putzen.

10. Kannst du gut vorlesen?

Jaaa, und wie, und ich liebe es! 😉 Ich lese nicht nur meinen Kindern regelmäßig vor sondern lese auch mindestens einmal im Monat eine Lesung während einer Messe den Besuchern vor.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Meine magische Phase ging lang…Ich hatte bis zur Einschulung einen imaginären Freund und glaubte bis ich so acht war, an den Weihnachtsmann…Damals schrieb ich auch eine Kurzgeschichte darüber.

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?

Zeit…Ja, Zeit…nichts materielles…Ich habe echt alles und wenn nicht, dann ist es eben nicht so wichtig, dass ich es wirklich brauche…

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Mehr Gelassenheit, das macht das Leben etwas leichter. Mehr Unperfektionismus wäre auch gut.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Ohhh, ich liebe Serien: Greys Anatomie…und früher Gilmore Girls…Ansonsten mag ich Kultursendungen wie ttt, wenn die nicht immer so spät kommen würde…

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Das ist viel zu lange her! Ich war 1995 oder 1997 im Disneyland Paris mit meinen Eltern. Das war so toll! Ich habe mir Autogramme von Mickey Maus und Goofy geholt und bin mit meinem Papa das erste und letzte Mal Achterbahn gefahren. Ich glaube, das war das letzte Mal. Wir waren mit den Kindern noch nie in einem Vergüngungspark, aber dafür auf dem Hamburger Dom oder auch auf dem Weihnachtsmarkt in unserer Heimatstadt.

16. Wie alt möchtest du gerne werden?

Ich weiß nicht, ob alt werden überhaupt gut ist…Ich möchte so alt werden, dass ich meine Kinder als Erwachsene erlebe. Aber das liegt nicht in meiner Hand…Wie alt ich wirklich werde, weiß nur der Herr.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An keinen, nicht mit Wehmut…Mit schönen Erinnerungen verbinde ich unseren ersten Urlaub in Dänemark. Da war der Große noch nicht mal zwei und der Mittlere wuchs in meinem Bauch. Auch mein Urlaub ohne Kind und Kegel in London mit zwei Freundinnen war so wunderbar in 2012.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Zum Kotzen, wortwörtlich…Innerlich ist dann alles leer…Aber den hatte ich lange nicht mehr…Seit 17 Jahren ungefähr nicht mehr (solange bin ich schon mit meinem Mann zusammen).

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nein. Denn meinen Vornamen habe ich von meinem Bruder erhalten, weil sich meine Eltern nicht sicher waren, wie sie mich nennen wollten. Er kam auf Anja. Das ist eine schöne Erinnerung, die ich später dann erfuhr.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Es gab schon viele Momente, an denen ich an mir selber gezweifelt hatte. Der erste große 2001, als es mit dem Medizinstudium überhaupt nicht klappte. Ich aß nichts mehr, nahm ab, hatte keine Konzentration, keine Kraft mehr. Aber es gab Licht und Auswege…Dann als wir 2009 wieder hierher zogen und ich einen festen Job suchte und immer wieder bis zu den Bewerbungsgesprächen kam, aber dann ging es nicht weiter…Auch hier gab es Auswege. Durch eine Mentorin entschied ich mich zur Selbständigkeit. Meine beste Entscheidung! Momente der Selbstzweifel gibt es auch heute noch: Wie schaffen wir das mit fünf Kids? Mache ich da alles richtig? Aber sie sind nicht so einschneidend.

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4 thoughts on “1000 Fragen an mich Selbst – Teil 1 – Wer bin ich heute?!

  1. Pingback: 2018 ♥ 1.000 Fragen an mich… | LeuchtStürmisches StrandGeflüster

  2. Liebe Anja, boah war das schön dich zu lesen, es hat sich angefühlt, als wäre ich bei dir in der Küche bei einer Tasse Tee (ähm Tee??? Eigentlich trink ich lieber Kaffee, egal, es hat sich nach Tee angefühlt)…. Ich werd dich bestimmt weiter besuchen ähn..weiterlesen, liebe Grüße Silke

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  3. Total interessante Fragen, die sich wahrscheinlich jeder von uns hin und wieder stellen sollte!

    Ich finde du behandelst sehr spannende Themen auf deinem Blog und ich bin gespannt was 2018 so alles kommt und werde bestimmt das ein oder andere mal bei dir vorbeisehen
    😊

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

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