Digitale Medien bei Kindern – Ihr Eltern seid immer noch gefragt!

Am 12. Oktober hat Bundesbildungsminsiterin Johanna Wanke die neue „Bildungsoffensive für die digitale Wirtschaft“ vorgestellt. Ziel sei es mit diesem den digitalen Wandel in der Bildung voran zu treiben. Hierfür solle es einen DigitalPakt#D mit den Ländern geben, denn „zu guter Bildung im 21. Jahrhundert gehören IT-Kenntnisse und der souveräne Umgang mit der Technik und den Risiken digitaler Kommunikation ebenso wie das Lernen mittels der vielen neuen Möglichkeiten digitaler Medien“.

Nicht nur die Schule ist gefragt

Richtig und wahr ohne Zweifel. Doch Lernen mit neuen Medien und durch neue Medien heißt nicht die Kinder damit alleine zu lassen, weder in der Schule und schon gar nicht daheim! Lesenswert dazu ist ein Beitrag von Birgit Kelle auf welt.de. Vor allem wir Eltern sind gefragt. Das bedeutet aber nicht, alles rund ums Digitale zu verteufeln. Um all die neuen Errungenschaften kommen wir nicht herum: Internet, Social Media, mobile Kanäle von Whatsapp zu Snap gehören zu unserem Alltag, zu dem unserer Kinder erst recht. Während wir noch nach der ersten Informatikstunde in der Schule unseren Eltern mühsam Windows 98 erklären mussten, lernen unsere Kinder schnell und intuitiv, wie Smartphone und Co zu bedienen sind. Und mitunter erleben sie den Umgang mit all dem hautnah, wenn wir selber viel online arbeiten müssen. Dennoch sind wir Eltern immer noch für die Balance zuständig! Wozu braucht ein Grundschüler in der Schule ein WLAN-fähiges Smartphone? Wozu Taplet, Playstation, Mega-TV für HD- und 3D-Filmgenuß in seinem Zimmer und dazu noch ein PC?

Digitale Medien ersetzen nicht das Lernen

Klar, ist es einfacher für einen Vortrag mal schnell Wikipedia aufzusuchen und sich vie Copy and Paste seinen Vortrag zu basteln. Hilft aber nicht, weil einfaches Kopieren keinen Lerneffekt bringt.
Mein Großer – noch Grundschulkind – musste letztens auch einen Vortrag halten über Hunde als Haustiere. Zusammen mit meinem Mann hatte er aber nicht mal eben Wikipedia kopiert, sondern via Suchmaschine recherchiert, Fakten/Wissen zusammengetragen, Bilder rausgesucht und in der Diskussion mit seinem Papa einen Vortrag erstellt, der sich sehen lassen konnte und er kann immer noch aus dem Steggreif Wissenswertes über Hunde erzählen.
Als er mit drei Mitschülern ein Plakat zum Thema Drogen erstellen sollte, sind wir in die Bibliothek gegangen und haben ein Buch heraus gesucht über das Thema. Bilder für das Plakat haben wir dann mit Hilfe des Buches im Internet gefunden und zusammengestellt.

Balance halten zwischen unterschiedlichen Bereichen

Medien können also durchaus sinnvoll sein. Doch wie bei allem muss die Balance stimmen. Birgit Kelle plädiert in ihrem Artikel auf welt.de dafür, dass Eltern ihre Kinder überwachen sollten. So weit würde ich nicht gehen. Überwachung zeugt für mich über wenig Vertrauen bzw. Zutrauen. Aber wir Eltern sollten wissen, was unsere Kinder spielen, ansehen, lesen. Gemeinsames Aussuchen der Bücher – ja auch dieser -, Filme, Sendungen im TV und auch Onlinespiele ist da unabdingbar. Regeln, die die Nutzungsdauer klarstellen und auch einschränken sind ebenfalls nötig und ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich mich mal zu meinen Kindern setzte, wenn sie sich eine ihrer Lieblingsserien ansehen.

Mediennutzung hier bei uns: So sieht es aus.

Für uns gehören Fernseher, DVD-Player, Playstation und auch der Laptop nicht ins Kinderzimmer. Bücher, Cds und auch Musikkassetten dürfen sie gerne haben. Alle anderen Medien werden zentral im Wohnzimmer genutzt, was wiederum die Nutzung einschränken kann. Denn der Jüngste hier darf noch keinen TV mit seinem knappen Jahr und seine Schwester mit 2,5 Jahren nur den Sandmann. Also ist der TV im Idealfall, wenn die beiden Kleinen daheim sind, aus. Die beiden großen Geschwister schauen unter der Woche nachmittags fern, meist nie mehr als zwei Stunden pro Woche oder spielen in der Zeit ihre Playstation-Games wie Minecraft oder Civilization. Abends gibt es noch eine halbe Stunde Wissenssendung und Kindernachrichten. Am Wochenende dürfen sie dann ein wenig mehr je nach Wetter und Wochenendplanungen. Dann ist durchaus auch Laptopzeit für ausgesuchte Onlinegames. Auf Social Media-Plattformen haben sie beide noch nichts verloren und den Sinn eines Internetfähigem Handys verstehe ich bis heute nicht.

Als Eltern auf dem Laufenden bleiben

Um eure Kinder zu verstehen, solltet ihr aber auch immer auf dem Laufenden bleiben. Ein schöner Blog über digitale Medien für Kinder kommt übrigens aus Österreich. Auf digitalparents.at gibt es von Kathi unter anderem Mediennews, Mediengeschichten und Medienfun. Kennt ihr noch mehr solcher Seiten? Wo informiert ihr euch?

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2 thoughts on “Digitale Medien bei Kindern – Ihr Eltern seid immer noch gefragt!

  1. Liebe Anja, ein sehr lesenswerter Artikel und ich muss mich noch weiterklicken 😉 Danke auch dass du http://www.digitalparents.at erwähnt hast – selbstverständlich habe ich dich gleich in die Medien-News mit aufgenommen und werde diese nächste Woche über Twitter und Co posten, wenn das ok für dich ist.

    http://www.digitalparents.at/Digitalparents%20Medien%20News/luna-sonne-ueber-digitale-medien-bei-kindern/

    Liebe Grüße,
    Kathi

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